Wer an die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie denkt, hat meist Fahrzeuge, Schiffe oder Flugzeuge vor Augen. Doch zur Branche gehören längst auch Mittelständler, Start-ups und Softwareanbieter, deren Lösungen für die Einsatzfähigkeit von Streitkräften und Sicherheitsbehörden ebenso wichtig sind wie klassisches Material.
Eine der grundlegenden Fragen dabei: Wie kommunizieren Organisationen sicher, souverän und auch dann, wenn es darauf ankommt? Genau hier setzt Teamwire an. Seit 2026 sind wir Mitglied im Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV).
Was ist der BDSV?
Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V. mit Sitz in Berlin vertritt die gebündelten Interessen der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, kurz SVI. Seine Mitgliedsunternehmen verstehen sich in erster Linie als Ausrüster und Partner der Bundeswehr sowie der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Nach Angaben des Verbands sind derzeit über 600 Unternehmen im BDSV organisiert, vom Großkonzern bis zum spezialisierten Mittelständler.
Der BDSV versteht sich als Scharnier zwischen Unternehmen, Politik, Institutionen und Öffentlichkeit. Er vertritt die Branche gegenüber Bundestag und Bundesregierung, europäischen Einrichtungen und der NATO. Selbst ist er Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), im europäischen Dachverband ASD, in der NATO Industrial Advisory Group (NIAG) und in der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT). Darüber hinaus begleitet er seine Mitglieder auf Messen und Fachveranstaltungen.
Für einen Anbieter wie Teamwire ist ein Punkt besonders wichtig: Der BDSV schließt ausdrücklich die digitale Industrie ein. So soll das Zusammenwachsen von Informationstechnik und klassischen Produktportfolios in Sicherheit und Verteidigung vorangetrieben werden.
Warum Teamwire Mitglied im BDSV ist
Die Einsatzfähigkeit von Streitkräften hängt auch daran, ob Informationen schnell und sicher bei den richtigen Menschen ankommen, im Einsatz ebenso wie in Logistik, Ausbildung, Verwaltung und in der Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Wer hier auf private Messenger oder Kommunikationsplattformen setzt, bei denen Datenverarbeitung, Infrastruktur und Zugriffsrechte nicht vollständig unter eigener Kontrolle stehen, riskiert zusätzliche Abhängigkeiten und Einschränkungen bei der Datensouveränität.
Genau dafür entwickelt Teamwire seit 2014 eine Kommunikationsplattform für sicherheitskritische und regulierte Organisationen. Mehr als die Hälfte der deutschen Polizeien setzt unseren Messenger ein, wie etwa die Bayerische Polizei.
Diese Erfahrung aus der Einsatzkommunikation bringen wir in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ein, in der Teamwire bereits heute genutzt wird. Funktionen wie Alarmnachrichten, Live-Standorte, Push-to-Talk, ein Rollenkonzept und revisionssichere Archivierung unterstützen die Koordination mobiler Teams. Über die Föderation können Organisationen auch über Systemgrenzen hinweg sicher kommunizieren und dabei ihre eigenständigen Teamwire-Infrastrukturen und deren Administration beibehalten.
Ebenso entscheidend ist die Frage, wo und unter wessen Kontrolle Daten liegen. Teamwire ist ein deutsches Unternehmen, unsere Software wird von Teams in Deutschland und Spanien entwickelt, und unsere Informationssicherheit ist nach ISO 27001 zertifiziert. Für den Betrieb stehen unter anderem Hosting in Deutschland in BSI-C5-testierten Rechenzentren, Private-Cloud-Umgebungen und On-Premises-Installationen zur Verfügung.
Mit diesen Betriebsmodellen können Organisationen ihre Kommunikationsinfrastruktur unabhängig von US-amerikanischen Cloud-Anbietern betreiben. Das reduziert externe Abhängigkeiten und stärkt die digitale Souveränität – ein zunehmend wichtiger Faktor für Streitkräfte und Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Souveränität allein reicht im Ernstfall jedoch nicht. Die Kommunikation muss auch dann funktionieren, wenn andere Systeme ausfallen. Wird nach einem Cyberangriff das Netzwerk isoliert oder fällt die zentrale IT aus, brechen oft genau die Kanäle weg, über die die Wiederherstellung koordiniert werden müsste. Teamwire lässt sich deshalb als unabhängiger Kommunikationskanal neben der regulären IT-Infrastruktur betreiben. Krisenstäbe, Führungsteams und Einsatzkräfte bleiben so erreichbar und handlungsfähig, auch wenn E-Mail, Telefonie oder Collaboration-Plattformen nicht verfügbar sind. Für Streitkräfte und Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist diese Resilienz kein Zusatz, sondern Voraussetzung für ihren Auftrag.
Mit der Mitgliedschaft wollen wir uns mit Unternehmen, Bedarfsträgern und Politik vernetzen, unsere Expertise in sicherer und souveräner Kommunikation in den fachlichen Austausch einbringen und gemeinsam mit anderen Mitgliedern Lösungen weiterentwickeln, die den Anforderungen der Branche gerecht werden. Die Mitgliedschaft ergänzt unser Engagement im Bundesverband Professioneller Mobilfunk (PMeV), dem wir seit Ende 2024 angehören.
Tobias Stepan, CEO bei Teamwire:
„Wer verteidigungsfähig sein will, muss kommunikationsfähig bleiben: sicher, souverän und auch dann, wenn andere Kanäle ausfallen. Mit der Mitgliedschaft im BDSV bringen wir unsere Erfahrung aus der einsatzkritischen Kommunikation von Sicherheitsbehörden dorthin, wo sie heute besonders gebraucht wird. Wir freuen uns auf den Austausch mit den Mitgliedsunternehmen und darauf, gemeinsam zur Resilienz Deutschlands und Europas beizutragen.“
Was die Mitgliedschaft für Kunden und Partner bedeutet
Von der Mitgliedschaft sollen langfristig auch unsere Kunden und Partner profitieren. Der Austausch im BDSV ermöglicht uns, Anforderungen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie frühzeitig aufzugreifen und in die Weiterentwicklung unserer Kommunikationsplattform einzubeziehen.
Gleichzeitig eröffnet das Netzwerk neue Möglichkeiten für Partnerschaften. Viele BDSV-Mitglieder liefern Systeme und Dienstleistungen, bei denen sichere mobile Kommunikation eine Rolle spielt. Für sie ist Teamwire ein Partner aus der eigenen Branche, der die regulatorischen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen kennt und für den Datensouveränität kein Verkaufsargument, sondern Ausgangspunkt der Produktentwicklung ist.
Sie verantworten die Kommunikation in einem Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie oder bei einem Bedarfsträger und fragen sich, ob Ihre heutigen Kanäle im Ernstfall tragen? Dann lohnt sich ein Gespräch, gern auch im Rahmen des BDSV-Netzwerks.
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