Ein Meilenstein in der Umsetzung von MCX in der Praxis ist die strategische Zusammenarbeit zwischen Teamwire und Frequentis. Während Teamwire als führender deutscher Anbieter für sicheres Business Messaging seine Expertise in intuitiven, DSGVO-konformen Apps für die Einsatzkommunikation einbringt, steuert Frequentis seine jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Leitstellenlösungen und hochverfügbarer sicherheitskritischer Sprachkommunikation bei.
Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an der Integration von MCX-Diensten wie Push-to-Talk (MCPTT) und MCData (für Chat, Geolocation, Filetransfer etc.). Ziel ist es, die intuitive Bedienbarkeit eines modernen Messengers mit priorisierter, hochverfügbarer Sprach- und Datenkommunikation über Breitband zu vereinen.
Einsatzkräfte können so über die gewohnte Teamwire-Oberfläche direkt auf MCX-Dienste des Frequentis MissionX© Servers zugreifen. Zudem ermöglicht die Integration des MCX-Standards mittels MissionX SDK in Teamwire eine nahtlose Interoperabilität mit 3GPP-MCX-konformen Leitstellenlösungen wie den Frequentis-Systemen 3020 LifeX oder auch ASGARD.
Diese Synergie schafft eine ganzheitliche Einsatzkommunikationsplattform, die den hohen Anforderungen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten sowie weiteren KRITIS-Organisationen gerecht wird.
Ausführliches Hintergrundwissen zu MCX finden Sie in unserem Grundlagenartikel: MCX: Die Zukunft der Einsatzkommunikation für BOS und KRITIS
Teamwire als Vorreiter in sicherer Einsatzkommunikation
Teamwire hat sich als führende Lösung für sicherheitskritische Kommunikation etabliert. Die Plattform wird bereits von zahlreichen BOS- und KRITIS-Organisationen genutzt, darunter die Hälfte der deutschen Landespolizeien. Mit höchsten Sicherheitsstandards, DSGVO-Konformität und vollständiger Verschlüsselung erfüllt Teamwire die strengen Anforderungen von BOS. Und bleibt in der Nutzung trotzdem intuitiv – einfach wie WhatsApp.
Push-to-Talk: Bewährte Funktion trifft moderne Technologie
Teamwire bietet bereits heute eine leistungsstarke Push-to-Talk-Funktion, die Einsatzkräften vertraute Kommunikationsmuster in einer modernen, multimediafähigen Umgebung ermöglicht.
Die aktuelle Teamwire-PTT-Implementierung läuft als “normale“ Mobilfunkanwendung und erlaubt schnelle Sprachkommunikation per Knopfdruck, speichert alle Nachrichten für Nachvollziehbarkeit und Compliance und funktioniert parallel zu Chat, Video und Datenaustausch. Die Push-to-Talk-Funktion wird bereits heute von einigen BOS als Fallback-Lösung für den Tetra-Digitalfunk verwendet.
Geplante MCX-Integration
Teamwire arbeitet an der Integration des MCX-Standards für Push-to-Talk. Diese Weiterentwicklung bringt:
- Standardkonformität: Vollständige Kompatibilität mit dem 3GPP MCX-Standard
- Interoperabilität: Nahtlose Kommunikation mit anderen MCX-konformen Systemen und Plattformen
- Priorisierung und Hochverfügbarkeit: Dedizierte Netzwerkressourcen für Einsatzkommunikation über Breitband
- Erweiterter Funktionsumfang: Neben MCPTT auch Integration von MCData und MCVideo
Diese Entwicklung positioniert Teamwire als zukunftssichere Lösung, die bewährte Sicherheitsstandards mit modernster MCX-Technologie verbindet. Einsatzkräfte profitieren von einer einheitlichen Plattform, die sowohl alltägliche Kommunikation als auch hochkritische Einsatzsituationen abdeckt.
Der Mehrwert der MCX-Integration für Teamwire-Nutzer
Mit der geplanten MCX-Integration gem. 3GPP-Standard wird Teamwire BOS-Organisationen folgende Vorteile ermöglichen:
- Einheitliche Plattform: Eine Lösung für alle Kommunikationsbedürfnisse – Alltagskommunikation, schneller Informationsaustausch, einsatzkritische Zusammenarbeit, Einsatzkräftesteuerung sowie Notfallkommunikation.
- Stufenweise Migration: Sanfter Übergang von bestehenden Systemen zu MCX-konformen Lösungen.
- Investitionsschutz: Nutzung der vertrauten Teamwire-Oberfläche mit erweiterten MCX-Funktionen.
- Umfassende Features: Kombination aus MCX-Standardfunktionen und Teamwire-spezifischen Funktionen wie Rollen, Live-Standorte, Kartenintegration und Alarmierungsfunktionen.
Die Rolle von Frequentis in der MCX-Landschaft
Frequentis, ein internationales Unternehmen mit Sitz in Wien, ist ein führender Technologieanbieter von MCX-Lösungen und spielt eine wichtige Rolle in der europäischen MCX-Entwicklung. Das Unternehmen bietet mit MissionX eine End-to-End-Lösung, die:
- den Leitstellen die zentrale Steuerung der Kommunikation ermöglicht.
- verschiedene Netze (öffentliche, private, Satelliten) integriert.
- mit bestehenden TETRA- und weiteren Funksystemen interoperabel ist.
- bereits in mehreren europäischen Projekten erfolgreich eingesetzt wird.
Frequentis wurde 2025 mit dem International Critical Communications Award für sein MissionX Android SDK ausgezeichnet – die weltweit erste zertifizierte Client-Plattform für Mission Critical Services.
Unser Beitrag zur MCX-Einführung: Das Projekt “Hybrid-Eins” durch KoPa_45 der BDBOS
Was ist „Hybrid-Eins“?
„Hybrid-Eins“ ist ein Projekt von Frequentis, Vodafone, NKMG und Teamwire. Es wird im Rahmen des Förderprogramms KOPA45 der BDBOS umgesetzt (mehr Informationen: KoPa_45-Konjunkturpaket des Bundesministeriums des Inneren (BMI)).
Mit dem Projekt „Hybrid-Eins“ arbeitet die BDBOS gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Technologie daran, die nächste Generation der BOS-Einsatzkommunikation vorzubereiten.
Ziel ist es, klassische Sprachkommunikation über Digitalfunk mit modernen breitbandigen Mission-Critical-Services (MCX) zu verbinden und damit neue Möglichkeiten für sichere, einsatzkritische Zusammenarbeit zu schaffen.
Teamwire-CEO Tobias Stepan ist stolz dieses Projekt zusammen mit Frequentis, Vodafone und NKMG voranzutreiben:
“Der Übergang vom bewährten TETRA-Digitalfunk zu modernen Breitband-Diensten ist nicht nur eine vielversprechende Vision für die Einsatzkommunikation, sondern bietet auch viele Mehrwerte für die Interoperabilität von IT-Lösungen und Fachverfahren. Das Projekt “Hybrid-Eins” hat eine zeitnahe technische Realisierung dieser Themen greifbar gemacht.”
Das sind die zentralen Inhalte von Hybrid-Eins
Die Umsetzung des Projektes Hybrid-Eins für breitbandige MCX-Einsatzkommunikation umfasst vier Hauptschwerpunkte:
- Im Zentrum steht ein hybrider Ansatz: Während der Digitalfunk weiterhin eine stabile Basis für einsatzkritische Sprachkommunikation bildet, werden zusätzliche Funktionen über öffentliche Mobilfunknetze integriert. Dazu gehören unter anderem sichere Messaging-Dienste, Datenaustausch, Lagebilder oder Multimedia-Kommunikation – alles gemäß dem internationalen 3GPP-Standard für MCX.
- Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Interkonnektivität zwischen bestehenden BOS-Systemen und neuen MCX-Diensten. Ziel ist es, eine nahtlose Migration zu ermöglichen, bei der bestehende Infrastruktur weiter genutzt werden kann, während gleichzeitig neue Technologien schrittweise eingeführt werden.
- Im Zuge der Interkonnektivität werden auch zukünftige Sicherheitsanforderungen analysiert und dokumentiert, um sicherzustellen, dass hybride Kommunikationslösungen den hohen Anforderungen einsatzkritischer Szenarien gerecht werden.
- Darüber hinaus untersucht „Hybrid-Eins“, wie moderne Messengerdienste sinnvoll in die Einsatzkommunikation integriert werden können. Gerade bei komplexen Lagen gewinnen Funktionen wie sichere Gruppenkommunikation, schnelle Alarmierung oder der Austausch von Bildern und Videos zunehmend an Bedeutung — Bereiche, in denen breitbandige MCX-Services ihre Stärken ausspielen.
Das Projekt zeigt deutlich, wohin sich die Einsatzkommunikation entwickelt: weg von rein sprachbasierter Kommunikation hin zu einer vernetzten, multimedialen und sicheren Zusammenarbeit über verschiedene Netztechnologien hinweg. Hybride Architekturen bilden dabei die Grundlage für eine zukunftsfähige, resiliente Kommunikationsstrategie für BOS und kritische Infrastrukturen.
MCX in der Praxis: Frequentis MissionX meets Teamwire
Die Zusammenarbeit zwischen Frequentis und Teamwire zeigt, wie MCX-Standards die Interoperabilität zwischen verschiedenen Kommunikationslösungen ermöglichen. Als erste konkrete Umsetzung wurde die Verbindung zwischen der Frequentis MCX Lösung MissionX und der Teamwire-Plattform realisiert.
MissionX: 3GPP-konforme Kommunikationslösung
Frequentis bietet mit MissionX eine 3GPP-standardisierte Systemlösung für sicherheitskritische Kommunikation über 4G-/5G-Mobilfunknetze. Die Plattform unterstützt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und stellt missionskritische Services wie Sprache, Daten und Video speziell für BOS und KRITIS-Organisationen bereit.
Teamwire: Sicheres Collaboration-Tool für Einsatzkräfte
Teamwire startete 2014 als sichere Messenger-Lösung für Behörden und entwickelte sich zu einer spezialisierten Anwendung für Einsatzkommunikation und Zusammenarbeit von BOS und KRITIS-Einrichtungen. Die App profitiert von breiter Akzeptanz und wird aktuell in acht Bundesländern von rund 140.000 Polizisten genutzt. (Lesen Sie dazu auch unsere Success-Story der Polizei Bayern)
MCX als Brücke zwischen den Systemen
Der MCX-Standard ermöglicht den bidirektionalen Austausch von:
- Textnachrichten für schriftliche Kommunikation
- Fotos und Videos als multimediale Daten
- Dateien und Dokumente
- Standortdaten zur Koordination
- Links zum Teilen relevanter Informationen
- Echtzeit-Sprache (PTT)
Im Projekt Hybrid-Eins haben wir u.a. einen Prototypen für den Austausch von Textnachrichten, Standorten und Links zwischen den MissionX- und Teamwire-Apps entwickelt.
Diese technische Integration zeigt exemplarisch, wie MCX-basierte Lösungen verschiedener Hersteller nahtlos zusammenarbeiten können – ein entscheidender Schritt für die vernetzte Einsatzkommunikation der Zukunft.
Um die Architektur der Umsetzung für dieses skalierbare und standardkonforme Konzept klarer zu machen, hier ein übersichtliches Schaubild:
Ausblick: Die Roadmap
Teamwire und Frequentis haben eine weiterführende Roadmap definiert, die die MCX-Integration schrittweise ausbauen wird:
Phase 1
Phase 1 finalisiert derzeit die Implementierung des Austauschs von Sprache (MCPTT), Fotos und Videos über Gateway-Lösungen für alle Plattformen sowie die Bereitstellung eines Android-SDK für weitere Schritte.
Phase 2
Phase 2 wird die Produktreife der Interoperabilität zwischen verschiedenen Diensten, einschließlich des Abgleichs von Identitäten und Rufgruppen vorantreiben.
Phase 3
Phase 3 soll parallel die Entwicklung und Bereitstellung einer MC-Konnektivität für iOS-Plattformen bringen.
Phase 4
Phase 4 sieht die Bereitstellung eines Cloud-basierten MCX-Systems vor, das speziell auf die Anforderungen von BOS- und KRITIS-Organisationen zugeschnitten ist und Kunden erste Tests und POC ermöglichen soll.
Phase 5
Phase 5 rundet die Entwicklung mit Kundengesprächen und der Erstellung individueller Konzepte nach Bedarf ab.
Diese strukturierte Vorgehensweise zeigt: MCX ist keine Zukunftsvision mehr, sondern wird 2026 zur praktischen Realität für BOS und KRITIS-Organisationen.
Die Zusammenarbeit von Teamwire und Frequentis ebnet den Weg für eine priorisierte, vernetzte, interoperable Einsatzkommunikation – herstellerübergreifend und zukunftssicher.
Möchten Sie Teamwire und MCX in der Praxis erleben?
Erfahren Sie, wie Teamwire gemeinsam mit Frequentis Einsatzkommunikation heute schon MCX-fähig denkt. Fordern Sie jetzt eine kostenlose Demo an:
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist MCX?
MCX, kurz für Mission Critical Services, ist ein standardisiertes Konzept für die Kommunikation in einsatzkritischen und unterstützenden Szenarien, das auf LTE- und 5G-Netzen basiert. Es umfasst drei wesentliche Dienste: MCPTT (Push-to-Talk), MCData (Datenaustausch) und MCVideo (Live-Video).
Welche Rolle spielt Teamwire bei MCX?
Teamwire bringt als führender deutscher Anbieter für sichere Einsatzkommunikation seine Expertise aus der Entwicklung DSGVO-konformer, intuitiver Apps ein. In Zusammenarbeit mit Frequentis arbeitet Teamwire an der praxisnahen Integration von MCX-Standards – mit dem Ziel, die nötige Zuverlässigkeit und Interoperabilität in der Einsatzkommunikation mit der einfachen Bedienbarkeit moderner Messenger zu vereinen.
Was macht Frequentis?
Frequentis ist weltweit führender Anbieter sicherheitskritischer Applikationen für Kontrollzentralen. Das börsennotierte Familienunternehmen mit Sitz in Wien ist ein führender Technologieanbieter von MCX-Lösungen. Mit MissionX bietet Frequentis eine End-to-End-Lösung für MCX, die bereits in mehreren europäischen Projekten erfolgreich eingesetzt wird. 2025 wurde Frequentis für sein MissionX Android SDK mit dem International Critical Communications Award ausgezeichnet.
Wie funktioniert die Integration von MCX in Teamwire konkret?
Teamwire integriert MCX über standardisierte 3GPP-Schnittstellen in seine bestehende Messenger-Plattform. In Zusammenarbeit mit Frequentis wird die MissionX-Infrastruktur nativ oder per Gateway mit der Teamwire-App verbunden. Nutzer können dann über die gewohnte Teamwire-Oberfläche auf MCX-Dienste wie MCPTT (Push-to-Talk), MCData und MCVideo zugreifen. Die Integration erfolgt stufenweise: Zunächst wird MCData integriert, später werden weitere Funktionen freigeschaltet. Dabei bleibt die intuitive Bedienung erhalten, während im Hintergrund die missionskritischen MCX-Standards eingesetzt werden. Das Hosting kann Cloud-basiert in der EU stattfinden, aber aus Gründen der Datenhoheit und Souveränität auch On-Premise bzw. selfhosted angeboten werden.
Welche konkreten Vorteile bietet MCX gegenüber TETRA-Digitalfunk?
MCX ergänzt TETRA um moderne Breitband-Funktionen: Während TETRA primär Sprachkommunikation bietet, ermöglicht MCX den Austausch von hochauflösenden Fotos, Live-Videos, Standortdaten und umfangreichen Dokumenten. MCX nutzt 4G/5G-Netze und bietet dadurch höhere Datenraten (bis zu mehreren Mbit/s statt weniger kbit/s bei TETRA). Zusätzlich soll der globale 3GPP Standard herstellerübergreifende Interoperabilität ermöglichen – verschiedene Organisationen können auch mit unterschiedlichen Systemen nahtlos kommunizieren.
Wie sicher ist MCX gegen Cyberangriffe und Abhörversuche?
MCX bietet mehrschichtige Sicherheit auf militärischem Niveau: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nach AES-256-Standard für alle Kommunikationsinhalte, zusätzliche Verschlüsselung der Metadaten (wer kommuniziert wann mit wem), gegenseitige Authentifizierung aller Kommunikationspartner, Zero-Trust-Architektur (jede Verbindung wird kontinuierlich überprüft), sowie souveränes Hosting in Deutschland ohne Abhängigkeit von Drittstaaten. Selbst Infrastrukturbetreiber haben keinen Zugriff auf Inhalte. Bei Lösungen wie Teamwire erfolgt die Datenspeicherung ausschließlich auf deutschen Servern unter DSGVO-Konformität. Zusätzlich ermöglicht MCX die Nutzung dedizierter, vom öffentlichen Internet getrennter Netze für maximale Sicherheit. Regelmäßige Penetrationstests und Zertifizierungen (z.B. nach BSI-Standards) gewährleisten kontinuierlich hohe Sicherheit.
Welche Rolle spielt das Projekt Hybrid-Eins für die MCX-Einführung in Deutschland?
Hybrid-Eins ist ein Leuchtturmprojekt des Bundesministeriums des Inneren (BMI), finanziert durch das KoPa_45-Konjunkturpaket über die BDBOS. Es dient als Blaupause für die deutschlandweite MCX-Einführung und testet vier kritische Aspekte: die Nutzung öffentlicher 4G/5G-Netze für einsatzkritische BOS-Kommunikation, die sichere Verbindung zwischen MCX-Diensten und bestehendem TETRA-Digitalfunk, die Integration von Messenger-Diensten (hier: Teamwire) für praktische MCX-Nutzung sowie die Analyse von Sicherheitsanforderungen bei Netzkopplung. Partner sind Teamwire, Frequentis und Vodafone. Die Erkenntnisse aus Hybrid-Eins fließen direkt in die bundesweite MCX-Strategie ein und zeigen anderen BOS-Organisationen konkrete Umsetzungswege. Das Projekt beweist: MCX ist keine Theorie mehr, sondern wird jetzt praktisch umgesetzt – kontrolliert, sicher und BOS-gerecht.
Können verschiedene MCX-Systeme unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren?
Ja, genau das ist der Kernvorteil von MCX als offener 3GPP-Standard. Die Interoperabilität zwischen verschiedenen Herstellern ist technisch ermöglicht – vorausgesetzt, alle Systeme sind standardkonform realisiert. Hier ist Frequentis der Vorreiter mit seiner offenen Portfolio-Plattform MissionX. Praktisches Beispiel: Die Integration von Teamwire mit Frequentis MissionX Connect Client zeigt bereits heute, wie Lösungen unterschiedlicher Anbieter nahtlos Textnachrichten, Standortdaten und Links austauschen. In Phase 2 der Roadmap 2026 folgt der Abgleich von Identitäten und Rufgruppen zwischen verschiedenen Systemen. Diese Interoperabilität ermöglicht: Zusammenarbeit verschiedener BOS-Organisationen (Polizei, Feuerwehr, Rettung), auch wenn sie unterschiedliche MCX-Lösungen nutzen, grenzüberschreitende Einsätze mit internationalen Partnern sowie schrittweise Migration ohne Vendor-Lock-in. Wichtig: Für volle Interoperabilität müssen Betreiber technische Vereinbarungen treffen (z.B. Rufgruppenzuordnung, Verschlüsselungsschlüssel-Management).
Was passiert bei Netzüberlastung – hat MCX wirklich Vorrang vor normalen Anrufen?
Ja, MCX bietet garantierte Priorisierung durch Quality-of-Service-Mechanismen im Mobilfunknetz, denn der MCX-Verkehr wird in speziellen Netzwerkressourcen mit höherer Priorität behandelt als normaler Datenverkehr. Diese Mechanismen werden vertraglich zwischen BOS-Organisationen und Netzbetreibern vereinbart (z.B. im Projekt Hybrid-Eins mit Vodafone). In der Praxis bedeutet das: Selbst bei Großveranstaltungen, Katastrophen oder Netzausfällen bleiben MCX-Verbindungen verfügbar, während normale Mobilfunknutzer mit Einschränkungen rechnen müssen.